Gendiagnostikgesetz

Am 01. Februar 2010 sind wesentliche Abschnitte des neuen Gendiagnostikgesetzes (GenDG) in Kraft getreten, die Sie als Einsender humangenetischer Analysen beachten müssen.

Das Gesetz regelt genetische Untersuchungen für medizinische Zwecke, zur Klärung der Abstammung, im Versicherungsbereich sowie im Arbeitsleben.

Den Gesetzestext finden Sie HIER.

Das Gendiagnostikgesetz fordert für alle genetischen Analysen eine ausführliche Aufklärung über Wesen, Bedeutung und Tragweite der Untersuchung sowie eine schriftliche Einwilligung des Patienten.

Neben den klassischen humangenetischen Untersuchungen bedürfen u.a. auch folgende Analysen bis auf weiteres einer Einwilligu

  • Faktor-V-Leiden/Faktor-II-Mutation
  • Hämochromatose (HFE-Gen)
  • Lactose-Intoleranz-Genotyp
  • Alpha-1-Antitrypsin-Genotyp
  • MTHFR
  • PAI

Das Ergebnis der Analyse darf dem Patienten nur durch den verantwortlichen, die Untersuchung veranlassenden Arzt mitgeteilt werden.

WICHTIG: Das Labor darf erst nach Vorliegen der schriftlichen Einwilligung tätig werden (§ 8 Absatz 1 Satz 3).

Eine bloße Information wie “Einwilligung liegt vor“ ist aus heutiger juristischer Sicht nicht ausreichend!

Einwilligungserklärungen können Sie unter der Fax-Nr. 06192/9924-24 anfordern oder hier Einwilligungserklärung herunterladen. Diese müssen Sie bitte bei Anforderung einer genetischen Untersuchung mit einsenden, damit wir tätig werden können.

Wir empfehlen Ihnen, eine Kopie in Ihrer Patientenakte aufzubewahren.

Laboruntersuchungen von erworbenen Gendefekten, wie z.B. bei Leukämien, fallen nicht unter das Gendiagnostikgesetz.

Stand 01.02.2010

 

Laborverbund
Qualitätssiegel Qualitätssiegel